Gelebte Ironie und Sarkasmus
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Kein Zufall mehr

Es ist mir letztens an der Straßenbahnhaltestelle im Bahnhof aufgefallen, wo ich Richtung Zuhause umsteigen muss. Immer wenn ich mir bei gewissen Typen, bzw. schon fast Mutanten denke … „lass die bitte nicht in die gleiche Bahn einsteigen … bittäää“, die sich dann immer direkt ans Gleis stellen und genau in die gleiche Bahn wollen. Die skurrilsten und ungepflegtesten wollen immer mit in meine Heimatstadt. Kann es sein das meine doch so … ähm wie beschreibe ich das nun am glaubwürdigsten, ohne dabei lachen, oder würgen zu müssen …. Hm gelobte Stadt nicht so gut ist, wie ich sie mir immer versuche schön zu saufen … *räusper* ich meinte natürlich reden. Wenn sich einer nur anders anzieht, oder ne komische Frisur hat ist alles ok, auch bei Menschen die von weitem Brutal oder so Stereotyp aussehen hab ich nichts gegen, wenn sie gepflegt sind und ruhig. Warum nur müssen dann wohl die gestörtesten und müffeligsten in meine Bahn wollen?!

An der Bahn steht nirgendwo Freakkontainer dran. Wenn sich mir einer gegenüber setzt, der so riecht als hätte der Freude daran in die eigene Hose zu donnern und dabei so ausschaut wie Napoleon, aus der Zeichentrick Verfilmung von „Die Farm der Tiere“ hört es bei mir mit der Toleranz auf. Ich meine … duschen schmerzt nicht, Deos verätzen einem nicht die Haut. Dieser furchtbar männliche „duft“ lockt nicht unbedingt Frauen an, darin gibt’s bestimmt nicht mehr Pheromone die das andere Geschlecht anlocken könnten, weil sie von Fäkalstoffen überlagert werden.

Entschuldigt die Grammatik, ist mir schneller Hand geschrieben und hatte hinterher keine Lust mehr Korrektur zu lesen.
2.2.07 12:25


Morgen Impressionen

Für die Szenerie stelle man sich bitte eine sanfte Musik vor, es regnet mal nicht im Hintergrund und der Antiheld der Geschichte schält sich alles andere als geschmeidig aus dem Bett. Die Motivation ist sogar positiv messbar. Nur nun nicht gedanklich übertreiben, positiv messbar bedeutet kein fröhliches abpfeifen unter der Dusche, es taucht auch am Fenster kein süsser Piepmatz auf, der mit ner fast schon triefenden kitschigen Art mit pfeift. Man bekommt es gebacken sich was über die Pelle zu werfen, was man nicht unter dem Bett gefunden hat und erreicht sogar die Strassenbahn die man geplant hatte.

In der Bahn unterwegs sieht man die gleichen Gesichter wie fast jeden Morgen. Ich komme mir immer ein wenig vor wie in einer Geschichte aus der Gruft. Die sehen verdammt aus, ich sehe verdammt aus, weil ich cleverer weise meinen MP3 Player im Büro liegen gelassen hatte. Das witzige, selbst meiner Kollegin fiel es auf und dem Kollegen der momentan seinen Zivi macht. Soviel Aufmerksamkeit in meine Richtung lies mich erstmal leicht mit den Zähnen knirschen. An leichtes nickern war in der Bahn auch nicht zu denken, weil die klapperte was das Zeugs hielt. Das erstaunliche, irgendwas an der Lüftung oder Heizung klapperte, es kam aber keine warme Luft aus den Gittern.

Wobei gerade diese Plätze über der Heizung immer so eine Gradwanderung sind. Wenn es wirklich kalt ist versucht man diese Öffnungen wo die warme Luft rauskommen fast schon in sexueller Manier zu besteigen, wobei es dann auch egal ist, ob es manchmal zu warm ist, aber man will keinen an dem kleinen morgendlichen Glück teilhaben lassen. Auf der anderen Seite riecht die ausgeblasene Luft manchmal so, als wäre in den Gittern irgendwas gestorben, was von einer ordentlichen Morgentoilette noch nie was gehört hat. Ok in seltenen Fällen (öhm selten?) ist es auch ein Bahn Nachbar der gegen Seife und ähnliche Hygiene Produkte Allergisch sein muss.

Die mit Antihelden
Man kennt es aus den verschiedenen Superhelden Filmen, es gibt nicht nur einen, sondern mehrere. Ich will mal drei, oder vier aufzählen.

1. Whisperer, das ist so ein Typ der manchmal seine Haltestelle verpennt, wenn er nicht gerade vorher selber mit sich streitet oder ähnliches. Er nuschelt ziemlich und man versteht ihn nur dann, wenn er wegen der geschlossenen Tür durch die Bahn brüllt, weil er sie selber verschlafen hat.

2. Glotzi, der ist eher drollig, der sitzt immer sehr ruhig da, aber beobachtet ungefähr jeden so aufdringlich wie ein ungeschickter Stasiagent in der ersten Schicht.

3. Der weißte Jäger. Der ist ein besonderes Exemplar, Leser der ersten Stunde werden sich bestimmt an ihn erinnern. Der Typ trägt fast immer irgendwas helles und hat einen Indiana Jones Hut für arme auf. Setzt sich nie zu irgendeinem hin, egal wie viel Platz ist und bezieht Stellung in der Mitte der Bahn.

4.Smelly. Ich glaube der ist irgendwo ausgebrochen. In den letzten 10 Blogs vorgekommen und beschrieben worden. Nicht der dünste, rennt aber im Winter immer mit umgeschlagenen Jeanshosenbeinen herum. Speckige Mütze auf und verströmt einen Geruch der ihm um sich herum die Plätze sichern müsste. Dummerweise setzt der sich mir meist gegenüber weil der für jeden noch so bösen Blick von mir unempfindlich scheint. Ha! Da hat er nicht mit mir gerechnet … ich werde meinen guten Platz bestimmt nicht aufgeben, selbst wenn sein Gestank einen Belagerungsring um mich herum legt.
21.2.07 08:48


Eine Frage der Moral

Tach zusammen, hier mal wieder was von eurem Märchen Armi. Märchen wurden im Mittelalter immer so gerne für Metaphern benutzt um den Herrschenden schonende Kritik zu veräußern. Ich benutzt es mal so ähnlich nur ohne Märchen.

Letztens hatte ich eine etwas angeregte Diskussion mit meinem Vater über das Essen und nicht verbrauchtes weg zu werfen. Zuvor muss ich direkt sagen dass ich nicht zur Verschwendung neige. Ich lasse meine Glotze nicht auf Standby und versuche mich möglichst so mit Nahrung ein zu decken, das ich nichts wegwerfen brauche und vielleicht noch wichtiger, nicht dicker werde. Es ging um ein simples Fladenbrot, weil ich keine Lust auf Brot hatte.

Mein Vater gehört zu der Fraktion, bei denen du als Kind nicht gewonnen hast, wenn du keinen Hunger mehr hast und nichts mehr willst, wenn noch was auf dem Teller liegt.


Sinngemäß vorgekommen

Vor Jahren
Mr. Senior:
„Das isst du auf! In anderen Ländern wären sie froh so zu Essen zu haben“.
Damals traute ich mich nicht zu wieder sprechen …..


Dann wurde ich älter und hab selber Geld verdient ….
Junior:
„Dann schick doch den Scheiß nach Afrika, wenn ich keinen Hunger mehr habe muss ich mir das nicht rein zwingen“.

Aktuell wegen dem Fladenbrot was ich mir geholt habe.
Mr. Senior:
„In anderen Ländern verhungern sie und du willst dir extra was anderes zu Essen holen?“

Junior:
„Mein Gott sehe ich aus wie Jesus? Ist mir doch egal wenn mir Fremde verrecken, ich finds nicht gut, aber soll ich mich deswegen in ne Ecke setzten und mich den ganzen tag schämen?“

Mr. Senior:
„Du bist ein scheinheiliger weißt du das?“

Junior:
„Weil ich mir nicht reinreden lasse was ich mit meinem Geld und meinem Essen mache?“. *Vogel von mir wird gezeigt*. „Solange ich es selber Bezahle, lass ich mir da bestimmt nicht reinreden“

Doch nun zu dem Thema, muss man wirklich ein Moralisches Bedenken haben, wenn man ab und zu mal nen Brötchen weg schmeißt, oder Brotscheiben die etwas älter geworden sind? Meiner Meinung nach kann man sich nicht für alles die Schuld geben und hat keine Moralische Verpflichtung wenn man sich den Kram selber verdient und gekauft hat. Was soll man an der Weltordnung rütteln, wenn man nichts dafür kann? Glücklicherweise in einer Industrienation geboren ist doch keine Schuld. Sicher könnte man drüber streiten wie sehr unsere Nationen die zweit und dritt Länder ausbeuten, aber das steht so nicht zum Thema. Das es so ist, wird unumstritten sein.
26.2.07 13:42





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