Gelebte Ironie und Sarkasmus
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Zur Arbeit geschwommen

Ich liege im Bett, im Radio kommen Nachrichten, irgendwas über Kommissionen zur Gefahr der Wüstenbildungen auf der Welt, mit einem Ohr nehme ich das unaufhörliche schlimmer werdende Schütten wahr. Ich mach mir sicher Gedanken darüber über die Gefahr der Wüsten, wenn es Draußen wie aus Badewannen pladdert (wer, oder warum wird Jemand auf diesen Vergleich gekommen sein? Na egal). Beim grobmotorischen aufstehen fällt mir ein gemeiner Vergleich ein, man wird sich bei dem Wetter genauso viele Gedanken um Wüsten machen, wie ein vollgefressener beim Aufruf von „Brot für die Welt“. Meine beiden Stimmen auf den Schultern sind wieder da, das Teufelchen auf der einen Seite klopft mir lachend auf die Schulter und meint das der Spruch gut war, das Engelchen schüttelt nur den Kopf und verdreht die Augen. Ich überlege einen kurzen Moment ob ich ein moralisches schlechtes Gewissen haben sollte und entscheide mich dagegen.

Über den Regen will ich nicht wirklich viele Worte verlieren. Als ich noch im Bett lag und versuchte an die süsse Brünette aus meinem Traum zu denken, fiel mir fast körperliche siedend heiss ein, das mein Schirm den ich sonst immer dabei habe bei einer Tante liegt. Den hatte ich da vergessen, als ich mir mit einem Cousin die Kante gab und wir uns Scrubs anschauten und herzhaft lachten. Denn merke, wenn du schweren Seegang auf dem Weg nach Hause hast, ist dein Sichtfeld doch etwas eingeschränkt das dir solche Gegenstände wie Schirme nicht mehr so wirklich auffallen. Egal, hab zum Glück nicht nur einen Schirm. Auf meiner persönlichen „Things to do“ Liste kommt ein Punkt drauf. Schirm abholen.

Ich kämpfte mich durch den Regen, der Himmel noch stock dunkel und bei den Baustellen, und Schlaglöchern auf der Strasse musste wirklich drauf aufpassen nicht auf einmal schwimmen zu müssen. In Bächen rauschte das Wasser auf den Strassen an mir vorbei. Als ich dann an der Haltestelle bemerkte, dass die Bahn ne richtige Bugwelle hatte, summte ich leise ein „Kapitän nimm mich mit auf die Reise“ beim einsteigen. Ich glaube ja fast das das der Sommer war, bzw. das Wetter was etwas trockener war und irgendwann mal vor Jahren sonniger.

Ich erinnerte mich an den Wetterbericht der Tagesschau um nach Acht gestern Abend. Es würde kühler als normal. Sicher Leute, habt ihr schon verdrängt dass der Sommer beschissener war als normal? Was ist denn in den letzten Jahren normal an dem Wetter? Weil sie irgendwann mal mit den Wettermessungen angefangen haben und vor 60 Jahren mal besseres war? Als Kind ließ ich mich immer beeindrucken wenn es hieß „…. Seit der Wetteraufzeichnung“. Ob nun heißer, kälter oder sonst was. Die verfolgen das Wetter doch erst seit Anfang des letzten Jahrhunderts, die wissen nicht wie es vor 1000 Jahren war, oder nur vor 500. Vielleicht hatten die genauso bescheidenes Wetter oder so jährliche Schwankungen. Was mir persönlich bewusst geworden ist, die Sommer bei uns in der Stadt werden schwüler und drückender. Naja den letzten mal ausgenommen, der war nur wischi waschi.
3.9.07 08:19


Der Tag verging fix

Eigentlich wollte ich gestern noch was geschrieben haben, aber durch rein kommende Aufgaben verging der Tag angenehm schnell und zum Glück genau richtig und nicht zu stressig. Was sich allerdings Heute schon wieder ändern kann. Ein Kollege hat noch die Woche Urlaub und meine Kollegin geht ins lange verdiente WE. Tja und genau mit dem Wissen im Hinterkopf hab ich gestern leicht geschluckt, als zwei Supportfälle rein kamen, die man noch nicht eindeutig an der auf uns wartenden Arbeit fest machen kann.

Das ist irgendwo typisch, aber schon nicht mehr überraschend. Als ich hier anfing hab ich deswegen noch hektischer reagiert, aber erstens können die einem nicht den Kopf abreißen und zweitens, wenn zum Beispiel ne Festplatte hin ist, kann man nicht wirklich viel machen, außer zu versuchen noch Daten zu sichern, und sie durch Dell austauschen zu lassen. Richtig Nerv tötend wird es nur dann, wenn du irgendeine verwirrte Bürokraft an dem Rechner sitzen hattest, die das Teil täglich braucht, rumkräht das ihre wichtigen Mails weg wären, aber nicht 100% sagen kann, wie sie ihre persönlichen Daten auf dem Rechner verteilt hat.

Ich geniess erstmal meinen ersten Kaffee heute und lass es gleich langsam anrollen, das muss ich hier anrufen und da mal vorbei latschen. Immer mit dem Gedanken im Kopf, das ich erstens nicht auf der Flucht bin und zweitens, das von den Rechnergeschichten nicht wirklich Leben abhängen.


Zwischendurch Gedanken
Gestern war ich bei uns im Hausflur unterwegs und sah diese manchmal kitschigen „Welcome“ Fußmatten oder so Teile die man an die Tür hängt. Wie ernst ist denn so was noch gemeint, außer das manche Menschen der festen Überzeugung sind, das es so gemütlicher wirkt?

Ich muss mir unbedingt mal ein Türschild zulegen wo meine ehrliche Meinung drauf steht. Mit den einfachen Worten „Verpisst Euch“. Ob das ne Marktlücke sein könnte? Schilder mit realistischen Botschaften? Ok ich bin eher wie ein verbitterter alter weiser Mann auf nem Berg, der am liebsten seine Ruhe hat, aber irgendwo auch erklärbar oder nicht? Wer kann denn schon bei einem schellen wenn man niemanden erwartet oder nen Termin/Treffen hat? Seit neustem ziehen bei uns wieder Jehovas Zeugen herum, die schlimmste Samstagmorgen Pest die ich kenne. Auch beliebt die Telefonanbieter Fritzen die es nicht raffen wenn man deutlich „Danke Nein“ sagt. „Wollen sie denn nicht die Ersparnis haben? Wollen sie die Chance nicht nutzen?“. Nein aber ich würde sie gerne für das nerven massakrieren, und wie die alten Süd Amerikanischen Stämme ihre Zunge raus reißen und vor ihren Augen verspeisen, vielleicht geht dann das Talent so ohne Punkt und Komma zu reden auf mich über. Ich glaube die Atzken oder die Maya waren es, die die Herzen der Gefangenen gegessen haben, weil sie dachten, dass so die Kraft des Feindes auf einen übergeht.

Es sind natürlich zu harte Worte, aber die können einem den letzten Nerv rauben, erst recht wenn die nicht gehen wollen.


Amüsiert, klingt zwar komisch, ist aber so

Ein alter Fernsehmentor, ein Begleiter beim Erwachsen werden wurde, oder soll für seine Verdienste vom deutschen Staat ausgezeichnet werden. Es geht um Peter Lustig. Ich gönne es ihm, hab seine Sendung als Kind immer gerne geschaut und ihn für nen netten Kerl gehalten. Naja bis vor einigen Jahren als durch die Presse ging das eben dieser Mensch Kinder hasst. Deswegen musste ich gestern lachen als ich das in den nachrichten gehört habe dass er nen Orden bekommen soll, oder hat. Ich gönne es ihm immer noch, und ich finde es witzig das raus kam das er Kinder nicht besonders mag. Vor dem geistigen Auge hab ich den Vorspann von der Sendung Löwenzahn, nur etwas realistischer … da wachsen die Pflanzen immer noch überall, aber sie sind so gewachsen das kleine Kinder beim Spielen über sie Stolpern *dümmlich grins und die Titelmelodie summe*
5.9.07 08:14


Stunde der Vergleiche

Herrlich, das ganze Büro für mich alleine, aber leider keine Zeit zu passender Rockmusik auf dem Tisch zu tanzen, na egal. Ich glaube der Kaffee ist schuld das ich gerade positiv aufgedreht bin, obwohl ich, wie man hier so Blumig sagen würde „einen Arsch voller Arbeit“ habe. Fragt lieber nicht wie das Sprichwort aufkam, ich habe es auch gelassen. Manches muss man nicht erklären, aber hört sich so herrlich kernig bodenständig an.

Gleich muss ich mit meinem Supporthighlight telefonieren, die Frau die glaub ich in der Rangliste der „Computer und Internet“ Nixblicker ziemlich weit oben rangiert. Ursprünglich wurde ich zu ihr geschickt, weil ihr Virenscanner den Dienst versagte. Allein das macht eigentlich schon skeptisch, aber ich dachte nicht weiter drüber nach, weil sich vorher schon der Uni „Godfather of“ Rechner damit herumschlug. Prima, wenn du so was hörst, was sollste dann als kleiner Kaffeejunkie an der Kiste machen, wenn es nicht mal ne Graue Eminenz des Rechenzentrums hinbekommen hat?

Ich saß vor der Kiste, die Dame, eigentlich ne nette, aber leicht verstört wirkende reifere Lady redete kontinuierlich auf mich ein. Das sie schon lange versucht hätte wen zu erreichen (kein Wunder, sie hatte kein Supportticket dafür geöffnet, was wir direkt sehen würden), nein sie schrieb ne Mail und die muss wohl verschwunden sein. Anders formuliert, die ging nicht verloren, aber wer Anderes aus unserer Abteilung der eigentlich damit nichts zu tun hatte, war dran schuld, aber das muss man nicht ausplaudern.

Ich versuchte jedenfalls mein Glück bei der Installation, klapperte RZ FAQ Seiten ab, versuchte eigene Ideen, nichts half. Na ja, ok, das Primäre Ziel klappt nicht, versuchen wir ein Hintertürchen. Ich schmiss probeweise einen freien Virenscanner auf die Kiste und der installierte sofort und Kommentarlos. Ja prima das aber die Uni nen anderen Hersteller unter Vertrag hat, aber das liebe Kinder und das Thema „Kummelei auf höchster Ebene“ kommt in der nächsten Sendung von „Da geht mir der Hut hoch“.


nicht gemein, nur realistisch

Ich wurde von der Dame tot gefragt. „Ja sollte man dann gar nichts mehr im Internet schauen?“, „Wie kommt das denn, ich hab doch nichts geöffnet“, „Unser Admin macht hier ja nichts“. Hm wie antwortest du auf einen Schwall von Fragen, wenn du sicher gehen kannst das die Dame nicht mal ein viertel deiner Erklärungsversuche versteht? Als ich nach Worten suchte um das Problem mit Trojaner zu erklären kam von Ihr ein Vergleich wo ich fast vom Stuhl gefallen wäre, weil es treffend war. Mit den Trojanern wäre es so wie mit der Immunschwäche HIV, der Körper (Rechner), kann befallen sein, aber die Krankheit muss nicht unbedingt ausbrechen. Ich muss sagen da war ich überrascht. Der Rechner kann zwar mit einem Trojaner infiziert sein, aber es muss nicht zwangsläufig eine Schadenwirkung eintreten, bzw. er sich aktivieren. Das ich auf nem befallenen Rechner kein Onlinebanking mehr machen würde, oder Sachen von Amazon bestellen ist wohl klar. Generell sollte man einen befallenen Rechner so schnell es geht formatieren, oder versuchen die Schädlinge zu neutralisieren.

Als ich Nachmittags nach Hause fuhr fiel mir auch ein passender Vergleich für diese Bürokräfte und Rechner ein. Bei einer Mischung aus sorglosen Administratoren die keine Lust haben ihr Netz sauber zu halten und für die Rechnerpflege ein Fremdwort bleibt und Bürokräften die Rechner immer noch für Böse Magie halten ist es so wie, als wenn man einen Nackten mit Honig bestreicht und in einen Feuerameisenhaufen schuppst, du weißt das es schmerzhaft wird, aber nicht unbedingt wie sehr und tötlich.
6.9.07 11:11


Bitte anklicken, ich bin der Bundestrojaner

Muss man sich so ähnlich den Hype Trojaner der durch die Presse geistert vorstellen? Machen wir uns nichts vor, wenn es wirklich soweit kommt, wird’s dann genauso laufen wie bei den ersten beiden Versuchen der Autobahnmaut? Lässt sich dann unsere Regierung wieder einen ab gezockten Knebelvertrag von irgendeiner Namenhaften Softwareschmiede in Deutschland aufdrängen und die bekommen kein wirklich zuverlässiges Programm zum laufen, womit man auch nur ansatzweise Leute überprüfen kann, bzw. deren Rechner?

Ich finde bei der Debatte interessant, dass es wie ein Damokles Schwert gegen die Privatsphäre und mehr zum Überwachungsstaat über uns schwebt. Bisher hab ich aber noch keinen Bericht oder eine Analyse gesehen wie sie es theoretisch realisieren wollen. Trojaner sind in der Regel ungewollte PC Schädlinge die am eigenen PC Hintertürchen öffnen. Bei wirklich guten Trojanern merkt man nicht dass der Rechner befallen ist. Der PC würde nicht auffallend langsamer, und der Benutzer müsste im Besten Fall nichts bemerken.

Soweit in der Theorie, aber wir leben in einer Bürokratie und auch leider in einer, wo es Absprachen zwischen Volksvertretern und Ministerien gibt, wo nicht gerade gute Firmen die Aufträge bekommen. Ich will auch nicht wirklich wissen, ob bei dem Toll Collect Debakel Gelder in bestimmte Taschen geflossen sind, damit genau die Firmen den Auftrag bekamen. Das es bei den ersten Versuchen verdammt teuer in die Hose ging muss man glaube ich auch nicht näher erläutern.

Bei jedem normalen Vertrag hätte man eine Konventionalstrafe, oder Strafgelder durch die möglichen Verluste verlangen können, aber die hatten sich ein Ei ins Nest legen lassen, wo jeder andere die Hände über den Kopf zusammen geschlagen hätte.


Alternativen

Vielleicht sehe ich das Ganze auch falsch. Nehmen wir mal an, die bekommen es rechtlich durch, der Bundestrojaner wird entwickelt und sie schaffen es sogar Verdächtige mit ihren PCs zu infizieren. Bei der Qualität die diese Bundesgeschichten immer haben … muss man dann damit rechnen dass der Trojaner schon funktioniert, aber in einer etwas ungewollten Richtung? Kann man Terrorismus damit verhindern, in dem man deren Rechner abschießt? Vielleicht vergeht ja die Lust auf Bomben bauen dahin gehend, wenn man dauernd den Rechner wieder neu machen muss?

Ich halte es von der Logik her genau wie der Sprecher der Polizeigewerkschaft. Was die Polizei braucht sind mehr Beamte und keine rechtlichen Schnellschüsse. Für den Fahandungserfolg der letzten Tage waren Wochenlange Ermittlungen und Beschattungen ausschlaggebend, wofür teilweise andere Zweige der Ermittlungen in anderen Fällen fast ruhen mussten. Was nutzen wenige Beamte die mit immer mehr Technik klarkommen müssen, wenn ihnen langfristige Verstärkung mehr bringen würde?

Euch ein schönes WE.
7.9.07 15:50


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